Sexualität & Essstörungen – Verbindungen sehen, Zugänge schaffen

Fortbildung mit Lea Güntert
  • 1 Seminar
  • 2 Teilnehmerdaten
  • 3 Übersicht
Sexualität & Essstörungen – Verbindungen sehen, Zugänge schaffen

2-tägige Fortbildung für Fachkräfte in der Arbeit mit Menschen mit Essstörungen

Essstörungen sind komplex – häufig geht es um weit mehr als um Schönheitsideale oder die Kontrolle des eigenen Essverhaltens. Der Körper wird zur Oberfläche des Sichtbaren. Im Verborgenen liegen meist viele Themen, die ineinander greifen: Identität, Körperbild, Selbstwert, Beziehungen, Unsicherheit.

Schauen wir in vorhandene Konzepte, therapeutische Tools und Diagnostikwerkzeuge, finden wir nur selten einen Bezug zum Thema Sexualität. Dabei kann gerade sexuelle Bildung einen Zugang schaffen, um diese Aussparung sichtbar und nutzbar zu machen.

Diese Fortbildung lädt ein, genauer hinzusehen: Welche Wechselwirkungen zwischen Sexualität und Essstörungen begegnen uns in der pädagogischen und therapeutischen Begleitung? Und wie können wir das Thema Sexualität konstruktiv einbringen, ohne Betroffene zu überfordern?

Inhalte der Fortbildung

Theoretische Perspektiven:
Essstörungen und Sexualität im Zusammenhang denken – mit Impulsen von Susie Orbach und Laurie Penny, ergänzt um psychoanalytische Ansätze

Funktionen von Essstörungen:
Welche Funktionen haben Essstörungen in Bezug auf Sexualität – die eigene und die der anderen?

Sexuelle Bildung als Zugang:
Konkrete Ansätze aus der Sexualpädagogik: Wie lässt sich das Thema Sexualität in der Arbeit mit Betroffenen einführen?

Praxisaustausch:
Erfahrungen aus der Arbeit mit Menschen mit Essstörungen – Chancen, Grenzen und Herausforderungen im Umgang mit dem Thema Sexualität

Sprache finden:
Wie werden wir als Fachpersonen zum „Sprachmodell" und ermöglichen einen offenen, wertschätzenden Umgang mit Sexualität?

Zielgruppe

Fachkräfte aus Therapie, Beratung, Sozialarbeit, Pädagogik und stationären Einrichtungen, die bereits mit Menschen mit Essstörungen arbeiten und das Gefühl haben, dass das Thema Sexualität mehr Aufmerksamkeit bräuchte – ihnen der Zugang bisher aber schwerfiel.

Ziele

Die Teilnehmenden …

...erkennen Zusammenhänge zwischen Essstörungen und Sexualität und können diese fachlich einordnen,
...lernen sexualpädagogische Ansätze kennen, um das Thema Sexualität in der Arbeit mit Betroffenen zu verankern,
...entwickeln Sprachfähigkeit und eine professionelle Haltung im Umgang mit dem Thema,
...reflektieren eigene Prägungen und biografische Einflüsse im Umgang mit Körper und Sexualität,
...erarbeiten Handlungsstrategien für den Transfer in ihre Praxis.
Praxis für Sexualität, Baumstr. 33 in 47198 Duisburg
450,00 EUR inkl. 0,00 EUR (0,0%) MwSt.

24.09.2026 10:30 - 11.12.2026 18:00

25.09.2026 09:30 - 12.12.2026 16:30

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